.
Fallbeispiel zur Anwendung der SnowCard:

Angenommene Situation:
Wir befinden uns auf der Tuoi-Hütte in der Silvretta. Tags zuvor sind wir von Guarda bei Sonnenschein aufgestiegen. Die Schneedecke war sonnenseitig verharscht und an den übrigen Lagen vielerorts vom Wind vefestigt (Windharschdeckel). Abends bezog sich der Himmel von Südwesten und es begann später zu schneien. Deutlich war der Wind um die Hütte hörbar, Läden schlugen auf und ein Brausen war zu hören.
Am nächsten Morgen hatte sich der Wind gelegt und es hatte ca. 20 cm geschneit. Die Sonne scheint bereits zaghaft hinter den letzten Schauerwolken hervor. Alle sind hochmotiviert, die ersten zu sein im jungfräulichen Pulver.
Der Lawinenlagebericht vom Abend zuvor gab Stufe 2 (mäßige Lawinengefahr) im Hinblick auf die nächtliche Störung aus. Der allgemeine Schneedeckenaufbau wird als gut bezeichnet, lediglich in triebschneebeladenen Hängen sei eine Auslösung durch einen einzelnen Skifahrer leicht möglich. Besonders Schattenseiten und Windschattenhänge sind gefährlich: Von Nordwest über Nord bis Südost liegen laut Lawinenbulletin die Gefahrenstellen. Die relativ kalten Temperaturen verzögern eine Setzung und Verbindung der (relativ geringen) Neuschneemengen.
In der weiteren Plaung werden wir nun mit Hilfe der SnowCard das Gelände auf diese Punkte hin checken.