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Die drei Hauptfragen
Level B (Erweitert):
Aufbauend auf Level A
1) Wie hoch ist der
Gefahrengrad?
Basis ist die Gefahrenstufe im LLB. Bei diesem Level bestehen zusätzliche Methoden,
den Gefahrengrad vor Ort noch genauer zu ermitteln. Die untenstehenden
Faktoren werden im Gelände gecheckt, sobald wir uns in neuen Gebieten,
Höhenlagen oder veränderten Wetterverhältnissen bewegen.
Quelle der o.g. Daten: http://www.slf.ch/avalanche/interpret-de.html.
Ich verzichte ab Gefahrengrad 4
2) Wie steil ist die
steilste Stelle im Hang?
(in allen Levels identisch)
Wir suchen natürlich nur Stellen, welche groß genug sind. 10x10 Meter dürfen es schon sein, alles was kleiner ausfällt, ignorieren wir. Was bleibt, ist die Frage, was ich nun überhaupt in meiner Umgebung beurteilen soll. Siehe unter Hangneigung messen oder klicke auf die Gradzahlen in der SnowCard-Auswahl.
3. Hang: Günstig
oder ungünstig?
Zusätzlich zu Level A: Ich kann oftmals die ungünstigen, bzw. günstigen Hangexpositionen
im Lawinenlagebericht aufgrund von Beobachtung im Gelände wesentlich genauer
anpassen:
Zusätzliche
Möglichkeit, speziell ab Gefahrenstufe 3:
Entscheiden mittels Einzelhangcheck und SnowCard
Eine Beurteilung mittels der Faktoren Neuschnee, Windverfrachtung und Temperatur erbringt bereits ohne Schneekunde (=Level C) ein relativ detailliertes Bild des Lawinenrisikos. Sollten sich in einem Einzelhang mehrere der aufgeführten Faktoren deutlich ungünstig kombinieren, sprechen wir von einer Alarmkombination. Diese kann auch bei Gefahrenstufe 2 lokal auftreten, während sie bei Gefahrenstufe 3 in der Regel wesentlich großflächiger auftritt. Besonders wenn der LLB zusätzlich von einer schlechten Verbindung zur Altschneedecke oder einem ungünstigen Schneedeckenaufbau spricht, ist in Verbindung mit weiteren ungünstigen Faktoren eine Alarmkombination gegeben.
Diese Beurteilung
stellt einen zusätzlichen Sicherheitspuffer bei der Anwendung der SnowCard
dar, da besonders bei Gefahrenstufe 3 (erheblich) auch in laut LLB günstigen
Lagen Gefahrenstellen existieren. Wenn wir also bei dieser Gefahrenstufe unterwegs
sind, ist eine Beurteilung der Einzelhänge ein wichtiges Element der Methode.
Ein Einzelhangcheck im Gelände auf Basis des Faktorenchecks kann mittels Kombination der Faktoren der Schneeverhältnisse drei verschiedene Ergebnisse bringen. Zu den Ergebnissen existieren folgende Empfehlungen:
| Ergebnis: | Empfehlung: |
| Eindeutig günstig | Keine Neigungsbegrenzung, da sehr geringes Risiko |
| Nicht oder wenig eindeutiges Ergebnis | SnowCard anwenden! Die Wahl der Risikografik richtet sich hierbei nach dem Ergebnis des Faktorenchecks (eher günstig – eher ungünstig). |
| Eindeutig ungünstige Kombination von 2 oder mehr Faktoren | Verzicht ab 30-34 Grad Hangneigung (Alarmkombination)! Dieses Ergebnis zeigt höchste Gefahr an! |