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Die drei Hauptfragen
Level A-2 (BASIS):
Frage 1: Wie hoch ist der Gefahrengrad?
Der Lawinenlagebericht (LLB) sagt mir die Gefahrenstufe. Diese ist die Basis zur Ermittlung des tatsächlichen (stufenlosen) Gefahrengrades vor Ort.
Ich sollte zusätzlich vor Ort checken, ob der lokale Gefahrengrad nicht tatsächlich etwas höher liegt. Das tue ich, indem ich die Neuschneemenge und den Wind mit den Zusatzinfos im LLB vergleiche. Gleichzeitig achte ich auf Alarmzeichen:
Treten diese Alarmzeichen in Kombination auf, kehre ich um (da der Gefahrengrad dann meist über 2 liegt).
Empfehlung:
Ich verzichte ab Gefahrengrad 3 auf Hänge ab dem gelben oder orangen Bereich
der SnowCard im weiten Umkreis. Eine Ausnahme stellen unter Umständen
vielbefahrene Hänge dar.
Frage 2: Wie steil ist die steilste Stelle im Hang?
Wir suchen natürlich nur Stellen, welche groß genug sind. 10x10 Meter dürfen es schon sein, alles was kleiner ausfällt, ignorieren wir. Was bleibt, ist die Frage, was ich nun überhaupt in meiner Umgebung beurteilen soll. Siehe unter Hangneigung messen.
Frage 3: Hang: Günstig oder ungünstig?
Hier gelten die Infos im Lawinenlagebericht. Wer die Zusatzinformationen aufmerksam
studiert, wird immer Hinweise zu den sogenannten Hangexpositionen und manchmal
zu Hangformen finden. Dies sind die Himmelsrichtungen der Hänge, bzw. die Hangformen,
welche besonders gefährlich sind. Alle Hänge, welche nicht als gefährlich erwähnt
sind, können wir als günstig einstufen. Auf der SnowCard sind deshalb zwei unterschiedliche
Grafiken mittels Hologramm dargestellt: Ungünstig<>Günstig.
In der Regel gehe ich von Ungünstig aus (worst
case). Ich habe aber oftmals die Möglichkeit, zu überprüfen, ob der betreffende
Hang laut aktuellem LLB eindeutig im günstigen Bereich liegt. Damit wird derjenige
belohnt, welcher sich genau mittels LLB informiert hat, da bei Günstig
immer etwas mehr Tiefschneegenuss „drin ist“.
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