Hangneigungen auf der Landkarte beurteilen und messen:


Während der Planung und bei schlechter Sicht kann man die Hangneigung nur anhand einer Landkarte ermitteln. Die Höhenlinienabstände zeigen hierbei direkt die Neigung des Hangs an.

  • Je enger die Linien beieinander liegen, umso steiler ist der Hang.
  • Durch Ausmessen der Abstände zwischen den Höhenlinien kann man die Hangneigung ermitteln.
  • Kleinere Steilhänge und welenförmige Hänge (sog. S-Profile) kann man mit dieser Methode jedoch oftmals nicht erkennen.
  • Mit der Zeit lernt man, die Höhenlinienabstände mit dem Auge zu schätzen - was aber nur bei Kartenmaßtäben von 1:25.000 möglich ist. Dieser Maßstab wird allgemein für eine Tourenplanung aufgrund seiner größeren Genauigkeit empfohlen.

Messen der Hangneigung im Gelände

Schätzen der Hangneigung im Gelände

Mit der SnowCard auf Landkarten die Hangneigung ermitteln:

Mit dem Neigungsmaßstab auf der Rückseite der SnowCard lässt sich auf einer Landkarte mit dem Maßstab 1:25.000 oder 1:50.000 und einem Höhenlinienabstand (Äquidistanz) von 20 Metern die Hangneigung ablesen.

Dafür muss man die Linien der Skala so lange von der steilen Seite her entlang der Höhenlinien auf der Karte verschieben, bis diese denselben Abstand haben, also deckungsgleich sind. In unserem Beispiel wären dies 32 Grad Hangneigung an der gemessenen Stelle. Allerdings befindet sich knapp darüber (dicke, braune zur blauen Linie) eine wesentlich steilere Stelle, deshalb ist eventuell (je nach Einzugsbereich) die Hangneigung dieser Stelle für unsere Neigungsmessung relevant.