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Schätzen der Hangneigung im Gelände:

Spitzkehren im Aufstieg macht man meist ab 28-30 Grad Neigung. Wenn Du Dich im Aufstieg befindest, hast Du mit dieser Regel einen guten Anhaltspunkt. In der Abfahrt kann man sehr oft vor der Einfahrt den Neigungsmesser anlegen. Das Schätzen der Hangneigungen im Gelände kann sehr treffsicher werden, wenn man immer wieder seine Schätzungen mit dem Neigungsmesser überprüft.

 

Anrissbereiche von Lockerschneelawinen sind immer über 35 Grad steil. Schneebrettlawinen (rechte Bildhälfte) hingegen können im Normalfall ab 28-30 Grad anbrechen.

Steiler als 39 Grad sind in der Regel:

  • Häufig felsdurchsetzte Steilhänge (reines Blockwerk zählt natürlich nicht dazu).
  • Anrissbereiche von Schneerutschen, Schneekugeln, Lockerschneelawinen und anderen, abgerutschten Teilen.
  • Moränenhänge. Diese sind als besonders kritisch zu beurteilen (viele Unfälle). Auch wenn Felsblöcke herausschauen, ist dies kein Zeichen für Sicherheit.

Messen der Hangneigung im Gelände

Messen mit der Landkarte

Bei schlechter Sicht hast du schlechte Karten! Du kannst dann die Hänge nicht mehr richtig beurteilen und zudem keinen Triebschnee oder andere, wichtige Zeichen erkennen. Deshalb lieber zu steil schätzen.

Abb.: W.Mayr.