Anwendung der SnowCard
Siehe auch: Tourenplanung mit der SnowCard


Schritt 1 - Vorbereitung:
Ich rufe den
Lawinenlagebericht (LLB) und den Wetterbericht ab

Ich merke mir die jeweilige Gefahrenstufe: gering = 1, mäßig = 2, erheblich = 3, groß = 4, sehr groß = 5. Diese Gefahrenstufe ist Grundlage für den Gefahrengrad auf der SnowCard

Zusatzinfos im LLB: Welche Hangrichtungen (Himmelsrichtungen), Hangformen und Höhenlagen sind gefährlich?
Ist mit Selbstauslösung von Lawinen zur rechnen?

Warum ist es an diesen Stellen gefährlich? Oft kann man diese Ursachen im Gelände erkennen (z.B. Triebschnee, Sonne, Neuschnee).

Welches Wetter und welche Verhältnisse habe ich zu erwarten?
Wie gut ist die Sicht?

Schritt 2 - Geländeeinschätzung mittels Landkarte und Sicht:
Wie steil? Exposition? Ungünstig oder günstig?

1. Wie steil sind die steilsten Stellen im Einzugsbereich meiner Spur oder Route, welche größer sind als ca. 10 Meter x 10 Meter?
2. Ist die Hangrichtung, Hangform und Höhenlage an diesen Stellen günstig oder ungünstig? Triebschnee? Im Zweifelsfall nehme ich ungünstig an.


Bei deutlich erkennbar vielbefahrenem Hang (z.B. Variantenabfahrt) kann ich 4-5 Grad von der tatsächlich gemessenen Hangneigung abziehen, da solche Hänge sicherer sind. Dies gilt jedoch nicht für seltener befahrene Randbereiche!

Schritt 3: Risikoermittlung mittels SnowCard:
Ich lese die Skala der Risikografik ab

Die Karte so kippen, dass die richtige Grafik (ungünstige oder günstige Expositionen) des Hologramms erscheint. Nun von der Zahl der Gefahrenstufe senkrecht nach oben gehen und am Kreuzungspunkt der Hangneigung die Farbe ablesen.

In welcher Farbe liegt die Hangneigung?
Grün: Relativ geringes Risiko.
Gelb: Vorsicht! Entlastungsabstände von mindestens 10 m einhalten und Gruppengröße beschränken.
Rot: Verzicht!