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Triebschnee
- was ist das?
Triebschnee ist Schnee, welcher vom Wind weggeblasen und an einer windgeschützten Stelle abgelagert wurde. An diesen geschützten Stellen können beträchtliche Mengen an Schnee in kurzer Zeit abgelagert werden. Im LLB wird eine solche Stelle auch als 'windabgewandt' oder 'Lee' bezeichnet . Von der Windrichtung hängt ab, wo sich das Lee befindet. |
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| Ein bekannter Satz lautet: "Der Wind ist der Baumeister der Lawinen". Bei den meisten Unfällen mit Schneebretter - welche ca. 90% der Lawinenunfälle ausmachen - hat der Wind Triebschnee abgelagert. Wenn nun dieser Triebschnee durch Kälte, wenig Zeit und/oder eine ungünstige Altschneedecke schlecht mit seiner Unterlage verbunden ist, führt dies leicht zum Abgang einer Schneebrettlawine. Auslöser ist hierbei in den meisten Fällen der Skifahrer selbst. Bei ungünstigen Bedingungen (hoher Gefahrengrad) ist sogar eine Auslösung von entfernten Orten möglich, welche sich außerhalb des Schneebretts befinden. | |
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Die entscheidende Frage lautet also: Wo hat der Wind den Schnee abgelagert (Lee = ungünstige Stelle), bzw. wo hat er ihn weggeblasen (Luv = günstige Stelle)? Diese Frage ist manchmal, wie im oberen Bild, leicht zu beantworten. In vielen Fällen verbergen sich aber auch an windzugewandten Hängen eingewehte Mulden oder der Triebschnee ist durch wechselnde Windrichtungen und neue Schneefälle verborgen. Es ist also einiges an Erfahrung und Ausbildung nötig, um diese Stellen zu erkennnen (Beurteilungslevel B und C). Die folgenden Seiten stellen nur eine kleine Auswahl der möglichen Zeichen im Gelände dar. In modernen Lawinenkursen ist die Erkennung der Triebschneebereiche als Teil der 3x3-Filtermethode eines der wichtigsten Ausbildungsthemen. |
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